Das europäische Forum am Rhein

... entworfen von Jürgen Grossmann! Kunst und Kultur, Kreativität und Know-how – all das verbindet das Europäische Forum am Rhein. Mit Blick auf den Rhein hat bei uns das deutsch-französische Baal Novo Theater Eurodistrict

eine neue Heimat gefunden, zudem entstehen mit Blick auf den Yachthafen herrliche Räume für ein großes Restaurant, eine Backstube, eine Lounge-Bar sowie Büroflächen von internationalem Format.

Über EFAR Die Details

Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern entsteht vor der Pierre-Pflimlin-Brücke bis zum Jahr 2019 das Europäische Forum am Rhein. Direkt neben Altenheims Yachthafen gelegen, lässt Architekt und Investor Jürgen Grossmann für mehr als zehn Millionen Euro bauen.

Grossmann setzt mit dem EFAR nicht nur für sein Unternehmen neue Maßstäbe – sondern für die ganze Raumschaft: „Spektakulär und ökologisch gebaut, setzt es an der Grenze von Deutschland und Frankreich ein Zeichen der interkulturellen Zusammenarbeit“, schreibt die Presse.

Der Weg bis zur Grundsteinlegung war nicht immer leicht – und er kostete rund zehn Jahre Planungszeit.

Das Herzstück des Gebäudes wird das Amphitheater im zweiten Obergeschoss. Die neue Spielstätte des deutsch-französischen Baal-Novo-Theaters bietet Platz für 170 Personen.
Das Theater wurde 2005 gegründet und trägt mit seinen mehrsprachigen und interkulturellen Vorstellungen dazu bei, die Sprache und Kultur des Nachbarn kennen und verstehen zu lernen. Eine angeschlossene Lounge-Bar und die 370 Quadratmeter große Terrasse mit Blick auf Rhein, Elsass und Schwarzwald sollen die Spielstätte von Baal Novo zum spektakulärsten Theater Mittelbadens machen.

Im ersten Obergeschoss sind 680 Quadratmeter Bürofläche für Unternehmen vorgesehen, die in Deutschland wie in Frankreich arbeiten. Auf der gleichen Etage wird es künftig ein rund 550 Quadratmeter großes Restaurant geben, das sich mit seinem kulinarischen Angebot an deutsche wie französische Gäste richtet.

Kulinarische Vielfalt wird sich auch im Erdgeschoss finden. Hier entstehen Café, Restaurant und ein Laden für regionale Produkte von diesseits und jenseits des Rheins. Ebenfalls im Erdgeschoss soll eine Anlaufstelle für Touristen eingerichtet werden, in der sie alle wichtigen Informationen über Ausflugsziele und Veranstaltungen der Region finden. Eine permanente Ausstellung über das Integrierte Rheinprogramm wird Interessierten die Möglichkeit bieten, sich über den Hochwasserschutz der Region zu informieren.

Auch der Europa-Park ist beim Forum am Rhein mit von der Partie: Beim Kids Club und beim Spielplatz draußen vor dem Forum wird sich die Kreativität des besten Freizeitparks der Welt wiederfinden, gleichzeitig nutzt der Park die große XXL-Werbefläche vorn am Gebäude. 

Im Untergeschoss des neuen Tors zur Ortenau befinden sich Lager-, Technik- und Aufenthaltsräume. Ein Parkdeck sorgt für ausreichend Stellplätze. Auch die Anbindung an den ÖPNV ist in Vorbereitung

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Elizabeth Taylor

Wozu ist Geld gut, wenn nicht, um die Welt zu verbessern?

Über das Forum Die Gastronomie
  • Bäckerei Armbruster Jeder spricht von Kundennähe – das Familienunternehmen Armbruster lebt sie. Und das auf beiden Seiten des Rheins. Vor mehr als 100 Jahren gründete Andreas Armburster in Schutterwald-Langhurst eine Bäckerei mit Mehlhandlung.... Mehr lesen
  • Kinder Ein Herz für Kinder? Aber klar! Unser Spielplatz am Europäischen Forum am Rhein ist in Zusammenarbeit mit dem Europa-Park Rust realisiert worden. Auch im Gebäude finden sich Spiel- und Spaß-Angebote... Mehr lesen
  • MIKO Japans Küche gilt nicht nur als beste und anspruchsvollste Küche der Welt – sie ist auch vielfältiger, als man denkt. Mit dem MIKO wird ein japanisches Restaurant im Europäischen Forum... Mehr lesen
  • Lounge-Bar Auf der Suche nach dem Gin des Lebens? Dann ist die Lounge-Bar auf der Dachterrasse des Europäischen Forums am Rhein genau das Richtige. Schöner kann man den Tag kaum ausklingen... Mehr lesen
  • Heimatmarkt Naturschutz mit Messer und Gabel: Mit diesem Konzept sind der Ortenaukreis und der Nationalpark Schwarzwald seit Jahren erfolgreich. Im Heimatmarkt des Europäischen Forums am Rhein wird es typische regionale Produkte... Mehr lesen
grossmann
neuried
baalnovo
armbruster
9 Jahre Forum am Rhein
Die Meilensteine
  • Jul
    2008
    Die erste Anfrage Sommer 2008

    Das Regierungspräsidium sucht nach Konferenzräumen am Rhein

  • Mai
    2009
    Der erste Entwurf liegt vor März 2009

    Grossmanns Vision nimmt Formen an

  • Sep
    2010
    Das Projekt steht auf der Kippe September 2010

    Zu groß scheinen die bürokratischen Hürden

  • Jul
    2012
    Die Kärrnerarbeit geht weiter Sommer 2012

    Der Flächennutzungsplan muss geändert werden, diverse Träger öffentlicher Belange sind zu hören

  • Dez
    2014
    Kauf-Option Dezember 2014

    Grossmann erwirbt eine Kauf-Option für das 3500 Quadratmeter große Grundstück

  • Mai
    2016
    Finaler Notartermin März 2016

    Grossmann erwirbt das Grundstück von der Gemeinde Neuried

  • Okt
    2016
    Beginn der Ausschreibungs­phase Oktober 2016

    Die boomende Baukonjunktur macht die Suche nach perfekten Partnern nicht gerade leichter…

  • Mai
    2017
    Der Mietvertrag mit Baal Novo ist unterschrieben Mai 2017

    Die Idee für ein Amphitheater wird damit tatsächlich Wirklichkeit

  • Sep
    2017
    Die Baugenehmigung ist im Haus! September 2017

    Es kann (endlich) losgehen…

  • Nov
    2017
    Grundsteinlegung im Vertrauen auf Europa November 2017

    Grundsteinlegung mit viel Prominenz von diesseits und jenseits des Rheins

  • Mai
    2019
    Große Eröffnung! 2019

    Hoffen wir zumindest…

Die Lage

Die Pierre-Pflimlin-Brücke überspannt fünf Kilometer südlich von Straßburg bei Stromkilometer 282,2 den Rhein und verbindet den Neurieder Ortsteil Altenheim (L98) mit Eschau im Elsass.

Den Namen erhielt das Bauwerk gerade im Hinblick auf seine symbolische Bedeutung als neue Verbindung über die Rheingrenze zwischen Deutschland und Frankreich zu Ehren von einem der beeindruckendsten Europäer aller Zeiten: Pierre Pflimlin, dem früheren Straßburger Bürgermeister und langjährigen Präsidenten des Europäischen Parlaments.

Direkt vor der Pierre-Pflimlin-Brücke befinden sich der Yachthafen Altenheim und der Start des Auen-Wildnispfads. Das Europäische Forum am Rhein entsteht damit an einem touristischen Hotspot, der bei Spaziergängern und Radfahrern, bei Naturfreunden, Seglern und Anglern aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit ausgesprochen beliebt ist.

Die Kunst
Der Kunst einen Raum geben

Baal Novo ist unter der Leitung von Regisseur Edzard Schoppmann das Theater der Grenzgänger und Brückenbauer. Dem Ensemble gehören nicht nur Künstler aus Deutschland und Frankreich an, sondern auch aus Brasilien, der Türkei, Palästina und Marokko. Basierend auf diesem internationalen und interkulturellen Leitgedanken werden Theaterstücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten.

Das Baal Novo Theater Eurodistrict ist ein interkulturelles Theater mit Sitz in Offenburg und Straßburg. BAAL steht nicht nur für Baden Alsace (deutsch: Elsass), sondern ist auch eine Anspielung auf die babylonische Gottheit Baal, die in der Rezeption eine Wandlung vom Dionysos zum Beelzebub gemacht hat.

Der gemeinnützige Verein setzt sich zum Ziel, mit seinen künstlerischen Produktionen die Menschen aus den Regionen Elsass und Baden zusammenzuführen und so einen Beitrag zur europäischen Völkerverständigung zu leisten.

Im Europäischen Forum am Rhein wird Baal Novo von 2019 an ein Amphitheater mit bis zu 170 Plätzen zur Verfügung stehen.

Zu BAAL novo

Jürgen Grossmann über das Forum Die Idee

Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern vor der Pierre-Pflimlin-Brücke entsteht in den nächsten anderthalb Jahren für mehr als zehn Millionen Euro das neue Tor zur Ortenau. Direkt am Rhein wächst damit ein Ort für Kultur und Kommunikation, für Genuss und Lebensfreude, für große Pläne und ein herrliches Amphitheater für das deutsch-französische Ensemble Baal Novo Theater Eurodistrict, das mit seiner neuen Spielstätte im zweiten Obergeschoss das Herzstück des Projekts bildet.


Für Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises und Präsident des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau, hat das Europäische Forum am Rhein „das Potenzial für ein Wahrzeichen des Eurodistrikts“, denn hier wachsen das Elsass und die Ortenau noch ein Stück näher zusammen. Das Haus werde nicht nur ein architektonischer Blickfang in exponierter Lage sein, sondern auch „ein Glanzstück der gelebten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der europäischen Identität“.


Dabei waren die Anfänge des Projekts ganz bescheiden: „Alles begann 2008 mit einem Anruf der Gemeinde Neuried und der Frage, ob ich mir denn nicht vorstellen könnte, hier ein Projekt zu entwickeln“, erinnert sich Investor Jürgen Grossmann. Die Gemeinde hatte eine Anfrage des Regierungspräsidiums Freiburg für einen Besprechungsraum, in welchem das Integrierte Rheinprogramm für Gäste aus aller Welt präsentiert werden könnte: „Die Schwierigkeit dabei war, dass dieser Raum gebaut und zur Verfügung gestellt werden sollte – mit einer kleinen Besonderheit: Es gab kein Budget für einen Mietzins.“

 

EFAR b

Pierre Pflimlin

Pierre Pflimlin und die deutsch-französischen Beziehungen

Von Dr. Wolfgang Schäuble

Die Tatsache, dass Pierre Pflimlin nicht nur in französischer, sondern auch in deutscher Sprache einer der eindrucksvollsten Redner gewesen ist, die ich je kennen gelernt habe, hangt eng damit zusammen, dass er eben auch eine der faszinierendsten Führungspersönlichkeiten in diesem insgesamt so glücklichen halben Jahrhundert seit dem Grauen des Zweiten Weltkriegs gewesen ist - für unsere gemeinsame Region am Oberrhein, für die deutsch-französische Aussöhnung und Freundschaft und für die europäische Einigung.

Ich habe in meinem inzwischen auch nicht mehr ganz kurzen politischen Leben viele der führenden Politiker der letzten Jahrzehnte auch persönlich erlebt. Wenn ich gelegentlich gefragt werde, wer mich am meisten beeindruckt hat, fallt mir immer Pierre Pflimlin ein. Und das haben viele in meinem Land so gesehen. Und deshalb war er bis in sein hohes Alter einer der überzeugendsten Befürworter der deutsch-französischen Zusammenarbeit und der europäischen Einigung. Und er war einer der am meisten nachgefragten Redner, wenn es darum ging, für diese europäische Einigung zu überzeugen.

Pierre Pflimlin par Claude Truong Ngoc 1975

© Claude Truong-Ngoc

Ich erinnere mich lebhaft, wie er noch in den späten 90er Jahren in Offenburg bei einer Freisprechungsfeier zu Tausenden junger Handwerker gesprochen hat, und wie er diese jungen Menschen beeindruckt und überzeugt hat von diesem großartigen Geschenk der
deutsch-franzasischen Freundschaft und des zusammenwachsenden Europa.

Im Januar 1976 habe ich in Offenburg eine Feier zum 100. Geburtstag von Konrad Adenauer veranstaltet - mit Kurt Georg Kiesinger, deutscher Bundeskanzler von 1966 bis 1969, und Pierre Pflimlin als Redner. Kiesinger kam unmittelbar von den Feierlichkeiten, die aus diesem Anlass in Bonn durchgeführt wurden, und er sagte nach der Rede Pierre Pflimlins, von all den zahlreichen Feiern zu seinem 100. Geburtstag hatte Konrad Adenauer selbst wohl diese am besten gefallen, und ich denke, dass Kiesinger damit Recht hatte.

Man muss heute daran erinnern, wie es Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre anfing mit dieser Entwicklung, die aus den Katastrophen der ersten Halfte des 20. Jahrhunderts zu einer neuen Lage führte, wo wir uns Kriege in Europa gar nicht mehr vorstellen können, Schlagbäume und Grenzkontrollen nicht mehr kennen - ab Ende dieses Jahres auch nicht mehr da, wo bis 1990 der Eiserne Vorhang mitten durch Europa ging.

Und heute haben wir eine gemeinsame Währung in Europa, und bei allen Schwierigkeiten im Einzelnen sind wir doch auf dem Weg, Europa zu einer handlungsfähigen Einheit zu entwickeln, die einen wesentlichen Beitrag leistet, damit unsere eine Welt in diesen Zeiten der Globalisierung nicht aus den Fugen gerät.

Ohne die deutsch-französische Aussöhnung und Freundschaft wäre das niemals auf den Weg gekommen, und ohne die deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit wird das auch in Zukunft nicht funktionieren. Das erscheint heute ganz selbstverständlich, und da liegt dann schnell die Gefahr nahe, dass man das Selbstverständliche gar nicht mehr so sehr schatzt. Umso wichtiger ist, nicht zu vergessen, wo wir herkommen und wie kostbar das ist, was wir dank dem Wirken von Persönlichkeiten wie Pierre Pflimlin erreicht haben. Und aus diesem Erbe müssen wir immer neu die Verpflichtung ableiten, weiterzuarbeiten, weiter zu bauen an diesem einigen Europa, das dem Frieden in der Welt dient und dem Glück der Menschen in allen seinen Teilen. Und ohne die Zusammenarbeit der Franzosen und der Deutschen, die im Herzen Europas dessen Geschichte im Guten und im Schlechten maßgeblich beeinflussen, geht das nicht.
Für uns am Oberrhein war Pierre Pflimlin ein besonderes Glück, und deshalb hat er unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit maßgeblich vorangebracht. Dies hat uns auch persönlich zusammengebracht, und Pierre Pflimlin ist mir ein väterlicher Freund geworden - was zum Kostbarsten in meinem politischen Leben gehört. Sie werden die persönliche Bemerkung nachvollziehen kannen, dass auch die Lebensspanne meines Vaters von 1907 bis in den Juni 2000 reichte.

Angehörige von Grenzregionen wissen um ihre europäische Verpflichtung, weil sie unter Kriegen und Streitigkeiten in unserer europäischen Geschichte mehr noch als andere gelitten haben. Nicht zufällig kamen die großen Europäer der Anfangszeit wie Robert Schumann, Konrad Adenauer, Alcide De Gasperi aus Grenzregionen - und Pierre Pflimlin eben auch. Auf den Erfahrungen zweier Weltkriege und zweier diktatorischer Systeme gründete seine Überzeugung, für eine auf die europäische Humanität und ihre Wurzeln aus dem christlich-jüdischen Erbe und der Aufklärung gegründete Ordnung zu arbeiten, die Freiheit und Gerechtigkeit verwirklicht und die auf Zusammenarbeit und Solidarität über Grenzen hinweg setzt.

Und weil er um die Gefahr des Rückfalls und des Scheiterns wusste, hat er geworben, für diese europäische Einigung und die deutsch-französische Zusammenarbeit, unermüdlich vor allem bei jungen Menschen. Welche Überzeugungskraft, welches Feuer noch in ihm loderte, das haben viele von uns bei der grandiosen Rede, die er an seinem 90. Geburtstag im Palais de l'Europe gehalten hat, noch einmal gespürt.

Wir alle haben Grund, ihm dankbar verpflichtet zu bleiben und sein Erbe zu wahren und  weiterzuentwickeln. Wir alle sind stolz auf ihn. Und in diesem Stolz symbolisiert sich auch ein wenig die Zentralfunktion, die Straßburg für unsere gemeinsame Heimat am Oberrhein hat, und die nicht nur symbolische Bedeutung, die Straßburg für die deutsch-französische Zusammenarbeit und für die Einigung Europas auch in der Zukunft spielen wird.

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